Hans Hinrich Brüning (1848-1928): ein Ingenieur, Peruforscher und Musikwissenschaftler aus Hoffeld

Ganz neu! Neuerscheinug am 19.11.2019!

Das Geburtshaus von Hans Hinrich Brüning

Buchcover,Das Geburtshaus von Hans Hinrich BrüningEs mag lustig klingen, aber neben der Tatsache, dass ich in der Kate auf dem Brüninghof einen wesentlichen Teil meiner Kindheit verbracht habe, waren die Erinnerungen an die Lebkuchenhäuser von Frau Brüning ein entscheidender Grund für meine Motivation zu diesem Buch über das Geburtshaus von Hans Hinrich Brüning.

Was war das für ein Haus, da in Hoffeld auf dem Bauernhof? Je mehr wir über das Schicksal erfahren, das dieser Kate im Laufe der Zeit widerfuhr, desto schneller kommen wir auch auf die richtige Spur des Peru-Forschers Hans Hinrich Brüning. Vorliegende Erkenntnisse der Bordesholmer Heimatforscher Claus Reese, Paul Steffen und Hermann Tönsfeldt über die Bauernfamilie und ihr Haus werden zusammengefasst und analysiert. Die Forschung des Agrarhistorikers Georg Hanssen, dargelegt in seinem Buch „Das Amt Bordesholm im Herzogthume Holstein“, und Volkszählungen aus den Jahren 1803, 1845 und 1860 liefern zusätzliche Daten, die helfen, sich ein klareres Bild des elterlichen Bauernhofs zu machen. Hausskizzen, Zeichnungen und Fotos veranschaulichen den Wandel der Kate und verdeutlichen ihre Funktionen als Bauernhaus, Altenteilhaus und Miethaus. Sie gehörte den Eltern, Großeltern und wahrscheinlich schon den Urgroß- und Ururgroßeltern von Hans Hinrich Brüning. Aber war sie auch sein Geburtshaus?

ISBN 978-3-75040-333-8      € 17 00 (D)

Viel Spaß mit dem Buch - beim Lesen und auch beim Gucken der Zeichnungen und Fotos!

Hans Hinrich Brüning als Musikwissenschaftler

Brünings Geburtshaus,eigenes FotoIm Jahr 2003 erschienen in der Reihe „Historische Klangdokumente“ des Berliner Phonogramm-Archivs zwanzig Tonaufnahmen des in Peru bekannten und beliebten deutschen Kulturforschers Hans Hinrich Brüning aus Hoffeld bei Bordesholm. Seine Aufnahmen sind auf galvanisierten Walzen, also haltbar gemachten Abdrücken der Originalwalzen, erhalten geblieben.


Hier sind die Stücke für Doppelflöte, die ich aufgeschrieben und für Gitarrenduos arrangiert habe:


Walzenaufnahmen aus Peru (Band 1)

Yo soy como las palomas

Buchcover Am Montag,den 5. Mai 1924 baute der Ingenieur und Kulturwissenschaftler Hans Hinrich Brüning im beschaulichen Küstenort Lambayeque, im Norden Perus, vor dem Flötisten José Albíteres León einen Phonographen auf. Offensichtlich war der in der Gegend bekannte und beliebte „Don Enrique“, so nannten ihn die Einheimischen, auch als Tontechniker begabt. Er spannte die Feder des Motors mit einer Kurbel, installierte die bewegliche Tonnadel, den Schalltrichter und eine unbespielte Wachswalze. Dann gab er dem Interpreten das Einsatzzeichen. José Albíteres durfte sich nicht verspielen, denn es gab keine Möglichkeiten, die Aufnahmen im Nachhinein zu korrigieren. Doch alles verlief gut und in kurzer Zeit hatten sie vier Wachswalzen bespielt.

ISBN 978-3-74811-003-3      € 12 00 (D)

Walzenaufnahmen aus Peru (Band 2)

Flauta doble (sin titulo)

BuchcoverFür das Stück auf der Walze mit der Nummer 15 existiert die Notiz „Flauta doble (sin título)“, auf Deutsch „Doppelflöte (ohne Titel)“. „Melodien wie diese“, schrieb Brüning, seien „besonders in den bergigen Regionen Perus bekannt“. Das Stück ähnelt der ersten Aufnahme auf der Walze 14 „Soy como las palomas“, das im ersten Band dieser Reihe erschienen ist. Zwar ändern sich Rhythmus und Tempo, aber der Tonvorrat und die Melodieverläufe stimmen weitgehend überein. Es handelt sich um Instrumentalversionen typisch peruanischer Volkslieder, die „Yarahui“ oder auch „Yaraví“ genannt werden. „Soy como las palomas“ ist im Stil eines Triste und „Flauta doble (sin título)“ im Stil einer Marinera komponiert. Beide Stücke sind nicht dafür gedacht spirituellen Ritualen zu dienen, sondern drücken impulsiv individuelle Gefühle aus.

ISBN 978-3-74811-010-1       € 12 00 (D)

Walzenaufnahmen aus Peru (Band 3)

Ya me voy a tierras lejanas

BuchcoverAm 7. Oktober 1898 schrieb der Kulturforscher Hans Heinrich Brüning auf der Rückfahrt in seine Wahlheimat Peru an Bord des Dampfers Amaso in einem Brief an seinen Bruder Christian: „Ein Händedruck und ein auf Wiedersehn und hinaus in die Welt!“ Ein Satz, der den Titel des später aufgenommenen Liedes „Ya me voy a tierras lejanas“ in Erinnerung ruft. Es ist ein in der peruanischen Volksmusik typisches Yaravi, auch Yarahui genannt, das selbst heute noch unter dem Titel „La despedida“, natürlicherweise mit einigen musikalischen Veränderungen, bekannt ist.

ISBN 978-3-74810-831-3      € 14 00 (D)

Walzenaufnahmen aus Peru (Band 4)

Un voluntario que se va a las filas del ejército

(D)

BuchcoverDas harmonische Grundgerüst der von José Albíteres gespielten Stücke besteht aus den Akkorden D-Moll und F-Dur. Deutlich zu spüren ist hier der Einfluss europäischer Musik in der dominierenden Tonart D-Moll. Anzunehmen ist, dass diese Stimmung auf die der französischen Barocklaute zurückgeht. Deren Saiten waren nach der „neufranzösischen“ Stimmung oder auch „D-Moll-Stimmung“ gestimmt, ein D-Moll Akkord konnte so sehr leicht auf leeren Saite gespielt und Lieder ohne viel zu üben begleitet werden. Sowohl christliche Invasoren als auch die ansässigen Indios konnten so ihre Gefühle unkompliziert zum Ausdruck bringen.

ISBN 978-3-74811-012-5      € 12 00 (D)


Interessante Links zum Thema Hans Hinrich Brüning:

Dokumentarfilm „Goldpyramiden im Inkareich“ aus der ZDF-Sendereihe Terra X auf „docustreams“

Ministerio de Cultura Perú (Publicaciones)

Museo Arqueológico Nacional Brüning (facebook)

Aufnahmen von zwei meiner Bearbeitungen für zwei Gitarren:



Walzenaufnahmen von Hans Hinrich Brüning (Chalena Vásquez):


Die alte Kate auf dem elterlichen Bauernhof von Hans Hinrich Brüning:
Brüninghof 3 - eigenes Fotos Brüninghof 3 - eigenes Fotos Brüninghof 3 - eigenes Fotos Brüninghof 3 - eigenes Fotos

Alle Notenhefte auseinandergeklappt und nebeneinander gelegt ergeben ein schönes Poster mit einer Ansicht der Ostseite des ältesten Gebäudes auf dem Brüninghof. Die Kate diente zuerst als Bauernhaus und zuletzt als Miethaus. Zur Zeit der Geburt von Hans Hinrich Brüning, am 20. August 1848, war es das Altenteilhaus seiner Großeltern.